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Vielfältig: die Küche Sloweniens

Wir bringen Urlaubsfeeling auf den Tisch.

Viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Nicht so in Slowenien. Die Küche des Landes ist von der österreichischen, der italienischen und der ungarischen Küche ebenso beeinflusst wie von der mediterranen. Das Resultat: teilweise ungewöhnliche, aber schmackhafte und deftige Gerichte. Die Vielfalt der slowenischen Küche beruht aber auch auf den lokalen natürlichen Gegebenheiten: Hauptzutaten sind frisches Gemüse, Getreide von heimischen Feldern, Wildgemüse und Wildkräuter aus der üppigen Natur, Früchte aus Obstgärten und Wildfrüchte, die dem großen Waldreichtum Sloweniens zu verdanken sind, Fleisch- und Milchprodukte und nicht zuletzt der Honig der weltberühmten slowenischen Bienen.

Auf den Tisch kommt viel Gebratenes, aber auch gehaltvolle Gemüseeintöpfe, die mit Graupen oder Bohnen eingedickt sind. In Richtung Osten dominiert in den Töpfen rote Paprika, zum Schweinefleisch wird gern Sauerkraut gereicht. 

Die Potica (Potitze) ist die Nummer eins unter dem traditionellen Festtagsgebäck in Slowenien. Sie wird aus Hefeteig und verschiedenen Füllungen zubereitet. Die slowenischen Frauen backen sie gern auch außerhalb der Festtage, um ihre Lieben zu verwöhnen. In Slowenien kennt man mehr als 80 verschiedene Füllungen, die in den Teig eingerollt werden. Dazu zählen Walnuss-, Haselnuss-, Estragon-, Mohn- und Quarkfüllungen. Das Festtagsgebäck wird auf zwei Arten gebacken: in der Backform oder direkt im Ofen. Die Potica-Backform, auch Potičnik genannt, wurde in Anlehnung an die deutsche Gugelhupf-Form entwickelt. 

Sie mögen es lieber scharf? Dann kommen Sie nach Thailand.

Walnuss-Potica – für einen Kuchen

Zutaten
Für den Hefeteig: 1 kg Mehl, 30 g Hefe, 3-4 Eidotter, 300 ml lauwarme Milch, 120 g Butter, 1 TL Salz, 2 EL Zucker, Fett für die Backform

Für die Füllung: 600-700 g Walnüsse, 200 g Honig, 50 g Zucker, 100-200 ml Milch, 1 Ei, Zimt, etwas Rum oder Schnaps

Zubereitung
Das Mehl mit einem TL Salz vermengen und die Hefe mit einem TL Zucker, 2 EL Mehl und 50 ml lauwarmem Wasser oder Milch vermischen. An einem warmen Ort aufgehen lassen. Im Mehl eine Kuhle bilden und die geschlagenen Eier, Hefe, geschmolzene Butter und Zucker hineingeben. Während des Mischens nach und nach die lauwarme Milch unterrühren. Schlagen bis sich Bläschen bilden und sich der Teig von der Schüssel löst. Den Teig mit Mehl bestreuen, abdecken und an einem warmen Ort aufgehen lassen. 

Für die Füllung zerkleinerte oder gemahlene Walnüsse mit gesüßter Milch überbrühen. Den Honig erhitzen, bis er flüssig ist. Zu den Walnüssen geben und Zimt untermischen. Die Füllung etwas abkühlen lassen, dann ein bis zwei Eier hinzufügen und glatt unterrühren. Den Teig ½ cm dick ausrollen und mit der noch warmen Füllung bestreichen. Fest zusammenrollen und in die Backform geben. Die Potica langsam aufgehen lassen. Vor dem Backen die Potica mit verquirltem Ei bestreichen. Eine Stunde bei 180 bis 200 Grad backen, danach in der Backform abkühlen lassen. Je nach Wunsch mit Zucker bestreuen. 

Sie mögen es lieber herzhaft? Dann kommen Sie nach Griechenland.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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