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Trends: Garten, Küche, Bad

Schöne Gärten machen glücklich 


Sibylle Eßer, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft

Für viele Menschen ist der eigene Garten ein Lebenstraum, denn er macht lange glücklich. Ob man in einem Altbau den Garten des Vormieters übernimmt oder in einem von Sandbergen umgebenen Neubau bei Null beginnt – es lohnt sich, zu Beginn einen Fachmann zu Rate zu ziehen. Früher hatte man häufig in der Mitte Rasen und an dessen Rand verschiedene Sträuche und Bäume. Heute denkt man lieber über eine Struktur und Gestaltungsakzente nach und arbeitet punktuell mit pflegeleichten Ziergehölzen, Stauden und Gräsern, legt hier einen kleinen Teich an und stellt dort eine Skulptur auf, platziert hier ein Licht und pflanzt dort ein schönes, hohes Solitärgehölz. 

Zu Beginn des Frühlings ist der Rasen meist eine traurige Angelegenheit. Nach dem ersten Mähen ist es angebracht, das Moos zu entfernen und im Anschluss zu vertikutieren, anschließend Rasen zu sähen und zu düngen. Effizient und praktisch sind drei-in-eins-Produkte, die Moos zum Vertrocknen bringen, Unkraut vernichten und gleichzeitig noch Grassamen beigemischt haben. Damit kann man sich bereits nach drei Wochen über einen schönen, voll durchwurzelten Rasen freuen. 

Blühende Stauden kommen auch der Insektenwelt zugute, Gräser haben eher dekorativen Charakter. Um das Wachstum anzukurbeln, mischt man am besten etwas Sand und eine Handvoll Hornspäne unter die Erde, bevor man die Pflanze einsetzt. Sehr hübsch sind auch in Reihe gepflanzte, kleine Obst-Zierspaliere oder mittelgroß auswachsende Zierapfel- und Zierpflaumenbäume, die sich schnell verzweigen. Durch ihre zauberhafte, tausendfache Blüte sind sie der Hingucker in jedem Garten.


Eine Küche sollte ordentlich, sauber und gemütlich sein


Kevin Fehling, Sternekoch von „The Table“. Foto: dpa

Die Küche ist das Herz des Hauses, deshalb sollte man sie mit Bedacht planen und schön gestalten. Bei uns zuhause haben wir einen großen Esszimmerbereich mit Blick auf die Küche. Weil eine Küche anhand der Technik ja schnell ein wenig kühl wirkt, sollte das Esszimmer umso gemütlicher sein. Ich mag aufgeräumte, saubere und ordentliche Küchen, denn Kochen ist Leidenschaft, Struktur und Timing – und das funktioniert nicht in einer chaotischen Küche. Ordnung und Gemütlichkeit sind auch kein Widerspruch, im Gegenteil. 

Ich stelle bei meinen Gästen und Freunden eine wachsende Leidenschaft für gute Küchen, gute Küchengeräte und gute Produkte fest – gerade bei Männern steigt die Begeisterung, selbst für die Familie zu kochen. 

Das Wichtigste bei der Ausstattung sind scharfe Messer, denn damit kann man sich extrem viel Arbeitszeit sparen und einfach sauber arbeiten. Ich habe im Grunde genommen nur drei Messer: eine Art relativ großes Küchenmesser, um Dinge auch zerhacken und zerkleinern zu können, ein Filettiermesser, mit dem man exakt die Sehnen vom Fleisch entfernen und die Gräten mit zwei Schnitten komplett herausschneiden kann und dann noch ein kleines Turniermesser für die Fummelarbeit. Was Pfannen und Töpfe anbelangt, ist es bei Pfannen unbedingt nötig, auf intakte Teflonbeschichtung zu achten, sonst sollte die Pfanne aus gesundheitlichen Gründen entsorgt werden. Besonders gerne verwende ich Latexmatten, Microplan-Reibe, elektronisches Thermometer und – der Geheimtipp für zuhause, um in mehreren Schichten kochen zu können: Bambuskörbchen. 


Sauna und Dampfbäder liegen vorn


Elmar Steinrücke, Badplaner aus der Vereinigung Aqua Cultura

Nach wie vor dominieren sehr wohnlich wirkende Bäder, die nur im Nutzbereich gefliest sind und ansonsten gespachtelte oder tapezierte Wände haben. Bei der Einrichtung sind Waschtischanlagen aus Mineralstein stark im Kommen, denn dieses matte Material sieht nicht nur toll aus, es ist zudem pflegeleicht und lässt sich bündig mit dem Waschtisch verarbeiten. 

Ein großer Trend ist Wellness im Badezimmer: Sauna und Dampfbäder werden stark nachgefragt. Selbst in kleinen Bädern sind heute Saunen sehr gut machbar, wenn man sie im Vorfeld plant und die Badgestaltung danach ausrichtet. Da Standardmaße in kleinere Bäder meist nicht passen, lohnen sich Sonderanfertigungen. Wir setzen die passgenaue Sauna oft halb eingebaut hinter die Dusche, wo auch der Ofen steht. Damit bleibt nur noch die Tür sichtbar. Bei einer individuell geplanten Sauna lässt sich beispielsweise auch gut das Badezimmerfenster integrieren.

Der Renner sind nach wie vor große Duschen, gerne mit multifunktionalen Möglichkeiten:  Mit Sitzbank angefertigt lassen sie sich auch als Dampfbad nutzen. Unsere Dampfbäder fertigen wir mit deckenhohen Scheiben, Regendusche und Schwallbrause – und einem Himmel mit wechselnden Lichtstimmungen. Denn Licht ist ein wesentlicher Faktor guter Badplanung, ohne die richtige Beleuchtung wirkt kein noch so gut gestaltetes Badezimmer. 

Stimmungsvolles Licht findet im gesamten Badbereich, besonders aber in Dampfbad, Dusche, Jacuzzi und Pool Verwendung. Ein Außenwhirlpool mit dunklem, sprudelndem Wasser? Unvorstellbar. Inzwischen möchten viele Bauherren wieder ihren eigenen Pool – und der soll leuchten.

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Journalist

Katja Deutsch

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