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Smarte Sicherheit – Trends bei den Alarmanlagen

Am 10. Mai hat das Bundeskabinett eine Verschärfung der Strafen für Einbruchsdiebstahl auf den Weg gebracht. Die Mindeststrafe soll dann bei einem Jahr liegen. Eine gute Nachricht für alle in Deutschland. Dennoch investieren die Deutschen immer mehr in die Sicherheit von Haus und Wohnung. Besonders gefragt sind elektronische Einbruchssicherungen, die auch nachträglich eingebaut werden können. „Smart-Alarm“ ist das Stichwort. Anlagen, die per Funk miteinander kommunizieren und per Smartphone weltweit gesteuert werden können, sind der Renner. Hier werden Tür- und Fenstersensoren mit Bewegungsmeldern verkoppelt, auch Videokameras und Rauchmelder lassen sich mit einbinden. Für eine große Wohnung zahlt man zwischen 2.000 und 3.000 Euro. Die Bundesregierung hat dazu ein Zuschussprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) aufgelegt.

Die Schwachstellen – Fenster und Türen

Seit einem Jahr laufen Beamte der Kripo Bad Segeberg so genannte Präventionsstreifen. Sie schauen sich die Wohngegenden an, notieren die Schwachstellen und reden aktiv mit betroffenen Bürgern. „Da steckten die Haustürschlüssel draußen in der Tür, Fenster waren reihenweise auf Kipp,“ so Sandra Mohr von der Polizei Bad Segeberg. Wer so sorglos mit der Sicherheit umgeht, darf sich über ungebetenen Besuch nicht wundern. Dabei gibt es heute sichere Techniken für Fenster und Türen, die einen Einbruch erheblich erschweren. „Wir raten zu Installation einer Alarmanlage und dem Einbau einbruchshemmender Fenster und Türen. Jede Polizeidienststelle in Deutschland kann sie da gut beraten,“ so Sandra Mohr von der Kripo in Bad Segeberg. Auch zum Nachrüsten gibt es viele Möglichkeiten. „Eingebaute Sicherungen können nur bei fachgerechter Montage den entsprechenden Einbruchschutz bieten,“ so die Expertin von der Kripo.

My home is my castle – Einbruchsschutz im Eigenheim


Kriminaloberrat Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Foto: Ruediger Kottmann

Nachdem die Zahlen der Wohnungseinbrüche in den letzten 10 Jahren gestiegen sind, zeichnet sich jetzt eine Umkehr ab. Für 2016 melden Bundesländer wie Hamburg z.B. einen Rückgang von 16,6 Prozent der Einbruchsdelikte. Dennoch gibt es keine Entwarnung für Mieter und Hausbesitzer.

In Hamburg arbeitet die „SOKO Castle“ äußerst erfolgreich gegen „reisende Einbrecherbanden“. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht Täter gestellt oder verhaftet werden können. Doch die Bürger in diesem Land sollten weiter wachsam und aufmerksam sein. Schon ganz einfache Verhaltensregeln machen das Leben sicherer wie Kriminaloberrat Harald Schmidt von der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes rät: „Zunächst einmal kann jeder etwas zu seiner Sicherheit beitragen, wenn er folgende Verhaltenstipps der Polizei befolgt: Schließen Sie Ihre Tür immer ab. Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster. Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus. Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Nachbargrundstück. Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit. Und zum Schluss – wählen Sie die 110, wenn Ihnen etwas Komisches aufgefallen ist oder Sie etwas Verdächtiges bemerkt haben.“

Jetzt zur Urlaubszeit nutzen viele Täter die Abwesenheit für vermehrte Taten. „Wir raten Ihnen, unabhängig von der Fahrt in den Urlaub, sichern Sie richtig ihre Wohnung oder Ihr Haus. Die Polizei rät zum Einbau der richtigen aufeinander abgestimmten mechanischen Sicherungstechnik und zu einem sicherheitsbewussten Verhalten. Und noch ein Tipp, posten Sie nicht bei facebook und Co, dass sie im Urlaub sind. Auch hier holen sich Täter gerne Informationen,“ so der Experte der Polizei, Harald Schmidt.

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Journalist

Jörg Wernien

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