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Dr. Oliver Vins, einer der beiden Gründer des Onlineanbieters Vaamo Finanz AG und Sprecher der Fachgruppe FinTech. INVESTMENTS

FinTechs arbeiten sicher und kundenfreundlich

Dr. Oliver Vins, einer der beiden Gründer des Onlineanbieters vaamo und Sprecher der Fachgruppe FinTech, lobt die deutschen FinTech-Unternehmen. „Erfreulicherweise zeichnen sich die ganz überwiegende Zahl der deutschen FinTech-Anbieter durch eine sehr große Transparenz und eine äußerst seriöse Arbeitsweise aus.“ Die neuen Gründer denken stark aus Kundensicht und bieten günstige, transparente und sehr kundenfreundliche Produkte an. Hier unterscheiden sie sich von traditionellen Banken, von denen etliche vor allem ihren eigenen Profit im Blick haben.

Bei Onlinebanken rät der Jungunternehmer weiterhin, darauf zu achten, wer hinter der Adresse auf dem Rechner steht – und vor allem, wo das investierte Kapital liegt. „Niemals darf das FinTech selbst Zugriff auf das ihm anvertraute Geld haben, denn dann wäre Missbrauch ja programmiert“, warnt er. „Ich kenne aber auch keinen einzigen Anbieter, bei dem das der Fall ist.“ Die anvertrauten Gelder müssen bei separaten Depotbanken oder Partnerbanken gehalten werden.

Interessierte Anleger sollten weiterhin prüfen, womit das FinTech eigentlich sein Geld verdient. Bisher hat die klassische Finanzbranche sehr gut von Provisionen gelebt und deshalb wurden vor allem Produkte mit der höchsten Rendite verkauft. Die allermeisten FinTechs arbeiten nach Dr. Vins’ Erfahrung hier sauber, d.h. sie verdienen ihr Geld anhand von Servicegebühren, die sie dem Kunden berechnen. Ob hier noch versteckte Kosten anfallen, sollte man vor Vertragsabschluss genau prüfen. Notfalls hilft ein Blick in die AGBs.

„Bei seriösen Anbietern möchte ich persönlich auch ein Foto des Geschäftsführers sehen können“, erklärt Dr. Vins. Diese Person kann man schnell auf XING oder LinkedIn checken.

Bei vaamo kann der Kunde in ein breit gestreutes Portfolio verschiedener Risikoklassen investieren. Das Unternehmen lebt nach der Erkenntnis: je breiter die Streuung, desto besser. Die Kunden besitzen ein grundlegendes Verständnis für finanzielle Zusammenhänge und freuen sich, dass sie sich keine großen Gedanken machen müssen, denn investiert wird langfristig über kostengünstige Indexfonds in über 15.000 Unternehmen. Je höher hier der Aktienanteil, desto höher das Risiko. 80 Prozent der Anleger wählen mittleres bis hohes Risiko. Rein nachhaltige Fonds werden (noch) nicht angeboten, Rohstoffe jedoch generell ausgeschlossen.

Angst vor digitalem Datenklau mit darauffolgendem Totalverlust muss niemand haben, denn FinTechs arbeiten mit allen gängigen Verschlüsselungstechnologien. „Ich schätze, dass 80 Prozent der FinTechs besser geschützt sind als jede Bank“, versichert Dr. Vins. Dazu gehören Mindestanforderungen beim Passwort ebenso wie alle gängigen Verschlüsselungstechnologien. Um ganz sicher zu gehen, hat vaamo sogar eine auf digitale Angriffe spezialisierte Berliner Firma beauftragt, ins System einzubrechen – trotz Zugang zum Quellcode verlief der Angriff der Profihacker erfolglos!

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Journalist

Katja Deutsch

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