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Reichhaltig und gerne süß: die schwedische Küche

Das überwiegend raue Klima und die langjährige Bedeutung von Landwirtschaft und Fischfang haben Schwedens Esskultur nachhaltig geprägt. Dabei gilt die leckere Küche der Schweden als unkompliziert und einfach. Und sie hat viel mehr zu bieten als Fleischbällchen (Köttbullar). Vor allem lieben die Schweden ihre Hausmannskost. Dazu gehören Gerichte wie Elch- und anderes Rotwildfleisch, Lachs oder Bratwürste, als Beilage werden Kartoffeln, Kartoffelpüree oder -klöße gereicht. Viele der traditionellen Gerichte sind an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Im August ist in Schweden beispielsweise Flusskrebsessen angesagt. Eine weitere Esstradition ist das Julbord, ein üppiges Buffet mit Pasteten, Käse, Fisch und Fleisch, das in der Weihnachtszeit aufgebaut wird.

Zum Frühstück gibt es in Schweden meist Joghurt, Müsli oder Brot (oft Knäckebrot) mit süßen Fruchtaufstrichen, Wurst, Schinken, Ei und Käse. Der Käse wird in der Regel nicht fertig in Scheiben auf den Tisch gelegt, sondern mit einem Hobel vom Käsestück abgeschabt. Selbstverständlich gehört zu einem richtigen Schweden-Frühstück auch eingelegter Hering (Sill), der in vielen verschiedenen Varianten erhältlich ist, und dazu Kaffee, den die Schweden sehr lieben.

Klassiker der schwedischen Kuchenbuffets sind die grüne Prinzessinnentorte mit Marzipan, flacher Schokoladenkuchen und im Sommer Erdbeertorte, Jordgubbstårta.

Ansonsten findet man in Schweden bei jedem Bäcker und in jedem Supermarkt Kanelbullar. Um die schneckenförmigen Zimtbrötchen ausgiebig zu zelebrieren, wird in Schweden einmal im Jahr, jeweils am 4. Oktober, „Kanelbullens dag“ gefeiert. 

Zur schwedischen Esskultur gehören auch die „gatukök“ genannten Imbisse. Die dort servierten Hot Dogs und Würstchen mit Kartoffelbrei sollte man unbedingt einmal probiert haben!

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Kanelbullar – für etwa 25 Stück

Zutaten
35 g Hefe, 105 g Zucker, 300 ml Milch, 1 Ei, 120 g Butter, 1 TL Salz, 1 EL gemahlener Kardamom, 750 g Weizenmehl

Füllung: 100 g weiche Butter, 40 g Zucker, 2 EL Zimt

Zum Bepinseln: 1 Ei, 2 EL Wasser, Hagelzucker

Zubereitung
In einer Schüssel die Hefe in etwas Milch auflösen. Butter zerlassen und zur Milch geben. Die restlichen Zutaten hinzufügen und den Teig in der Küchenmaschine 10 bis 15 Minuten durchkneten.

Teig zugedeckt 30 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen und dann in einer Dicke von ca. 3 mm und einer Breite von ca. 30 cm ausrollen und mit der weichen Butter bestreichen. Zucker und Zimt mischen und über den Teig streuen. Diesen dann zu einer langen Rolle zusammenrollen und in 25 Scheiben schneiden. Die Scheiben mit der Schnittfläche nach oben in Papierförmchen legen und auf einem Backblech zugedeckt ca. 60 Minuten oder bis zur doppelten Größe gehen lassen. Ei und Wasser vermischen, die Schnecken vorsichtig damit bepinseln und mit Hagelzucker bestreuen.

Bei 220°C im Ofen ca. 8 bis 10 Minuten backen und auf dem Gitterrost abkühlen lassen.

Könnte die Lust auf gutes Essen der Grund sein, Reiseblogger zu werden? Hier finden Sie die Antwort der Bloggerin Sarah Kim.

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Journalist

Chan Sidki-Lundius

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