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Mehrmals wöchentlich trainiert Polo Profi und Deutscher Nationaltrainer Thomas Winter. AKTIVITÄTEN

Polo spielen lernen mitten in Hamburg

In der Win PoloSchule von Thomas Winter lernen schon Kinder, wie viel Spaß dieser einmalige Teamsport zu Pferde macht.

Dynamik, Natur, Sport und dazu Spannung pur – im Polo kommen viele Superlative zusammen. Polo steht nicht nur auf dem Stundenplan einiger britischer Elitegymnasien oder Königshäuser, auch hierzulande gibt es ein paar Hundert ambitionierter Polospieler, die mit großer Leidenschaft dem einzigen Pferdesport nachgehen, bei dem der Gemeinschafts- und Teamgedanke im Vordergrund steht. In keiner anderen deutschen Stadt schwingen sich so viele Reiter in schneeweißen Hosen und maßgefertigten Lederreitstiefeln auf ihre Pferde wie in Hamburg, denn im Norden Deutschlands hat Polo eine lange Tradition, hier treffen sich die Besten der Besten zum Training und zu Turnieren. Der Hamburger Polo Club als größter deutscher Poloclub und die Win PoloSchule von Thomas Winter im Hamburger Pologestüt liegen beide im grünen Westen Hamburgs. Zwischen 80 und 120 Pferde erholen sich im Winter in ihren tiptop geputzten und gepflegten Ställen der Win PoloSchule, bevor sie ab März ihr Fitness- und Konditionstraining beginnen, mit dem sie auf die sommerliche Turniersaison vorbereitet werden. 

Zwei Pferde braucht jeder Spieler mindestens pro Spiel, vier sind besser. Die besten Internationalen Profis besitzen bis zu 18 eigene Polopferde, Profispieler in Deutschland bringen bis zu sechs Poloponys zu einem Turnier mit.


Thomas Winter, Obmann der Polospieler im Hamburger Polo Club

Ein ausgebildetes Polopferd kostet dabei zwar deutlich weniger als ein Dressur- oder Springpferd.  „Doch wir raten jedem davon ab, sich sofort bei der ersten Begeisterung ein eigenes Pferd zuzulegen“, betont Christopher Winter, Obmann der Polospieler im Hamburger Polo Club. „In der Win PoloSchule meines Bruders Thomas kann man alles ausleihen, was für das Spiel nötig ist. Nicht nur Pferde, sondern auch Helm, Stiefel, Schläger, Handschuhe. Und trainieren lässt sich auch in einer Jeans.“ Wer nach einigen Jahren immer noch mit Herz und Seele dabei sei, der könne in Ruhe über ein Pferd und eigene Ausrüstung nachdenken.

Mehrmals wöchentlich trainiert Polo Profi und Deutscher Nationaltrainer Thomas Winter, der in England und Argentinien eine umfassende Ausbildung über sämtliche Trainer-Lizenzen für Polo erworben hat, mit seinen erwachsenen und jugendlichen Schülern den herausfordernden Umgang mit Pferd und Ball. Er gibt hierbei seine riesige Begeisterung für die anspruchsvolle Sportart weiter, die neben England vor allem in Argentinien gespielt wird. Bestes Beispiel ist seine kleine Tochter, die der beste Deutsche Polospieler schon im Alter von einem Jahr zu sich vorne aufs Pferd nahm. Heute will die Dreijährige bereits unbedingt ohne Papas Hand am Zügel reiten – die Welt aus der erhöhten Perspektive eines Pferderückens heraus zu betrachten, macht einfach viel mehr Spaß.

Für Profis wie Thomas und Christopher Winter beginnt die Saison in Deutschland ab Mai: Neben dem Training ihrer Schüler sitzen die beiden sonnengebräunten und gut gelaunten Brüder dann an mindestens fünf Tagen in der Woche auf ihren Pferden. Sie üben für Turniere, Deutsche Meisterschaften und Europameisterschaften, bei der sich die internationale Polo-Elite ein Stelldichein gibt.

Für den Nachwuchs veranstaltet die Win PoloSchule seit zwölf Jahren regelmäßig ein großes Jugendcamp in Hamburg. Zweieinhalb Tage wird unter professioneller Anleitung von Thomas Winter geübt. Mehr als 70 Pferde stehen den 30 Teilnehmern zur Verfügung, alle zur Verfügung gestellt von den aktiven Hamburger Polospielern. Bei einem großen  Abschlussturnier können alle 1850 Mitglieder des Hamburger Poloclubs und auch interessierte Gäste zugucken und die jungen Polomeister anfeuern und bewundern.

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Journalist

Katja Deutsch

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