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Eva Brühl, Deutschlands beste Polospielerin AKTIVITÄTEN

Das ganze Jahr über Polo spielen – Online Interview mit Eva Brühl

Eva Brühl fliegt dazu in die ganze Welt.

Argentinien, Südfrankreich, die Schweiz, Mallorca, Sylt– Eva Brühl, Deutschlands beste Polospielerin, reist für ihren exklusiven Sport an die schönsten Orte der Welt. Gerade kommt sie von einem einwöchigen Trip aus dem sommerlichen Bangkok zurück, wo sie am King Power Polo Turnier teilgenommen hat.

Vom deutschen Winter mitten ins hochsommerliche Thailand, dazu der Jetlag – wie packt man das? „Besser, als man vermutet!“, lacht die standfeste, brünette Mittvierzigerin. Thailand an sich ist schon ein Sehnsuchtsort, kommen erstklassige Polopferde aus Malaysia, ein starkes Team und ein packendes Finale, das wegen der Hitze am Abend bei Flutlicht ausgetragen wird, dazu, ist es kaum zu toppen.

Denn anders als beim Springreiten fliegen Profi-Polospieler ohne ihre sechs bis 18 eigenen Sportpferde zu den High Goal Turnieren und bekommen an Ort und Stelle bestens trainierte Polopferde gestellt.

Viel Zeit haben Mensch und Tier nicht gerade, um sich aneinander zu gewöhnen: nach wenigen Stunden einreiten findet bereits ein  Probespiel statt. „Beim Damenpolo bin ich in Europa mit Handicap 7 eine der guten Spielerinnen“, erzählt sie augenzwinkernd. „Spiele ich im Männerteam, zähle ich dagegen gerade mal zum besseren Durchschnitt, hier spiele ich Handicap 2.“ 

Magische Momente in traumhafter Umgebung gibt es viele in dem unglaublich schnellen Spiel, bei dem Pferd und Reiter so eng miteinander verschmelzen. Die sympathische und bodenständige Profispielerin schwärmt von Polo als dem absoluten Megasport, der als Team- wie auch als Einzelsport Pferd und Reiter stark in seinen Bann zieht. „Dazu kommt die Faszination des Polopferdes, des Kumpels unter dir. Auch die extreme Komplexität dieses Sportes begeistert mich immer wieder. Jeden Tag stößt man an neue Grenzen und versucht, diese zu meistern – das alles zusammen macht den unglaublichen Reiz des Polospiels aus.“

Früher galoppierte Eva Brühl auch begeistert über Schneefelder, die in malerischer Alpenkulisse zwischen glitzernden Gletschern eingebettet lagen, um den kleinen Poloball ins gegnerische Tor zu schlagen. „Inzwischen fliege ich in den Wintermonaten lieber in die argentinische Pampa und lasse meine Pferde auf Mallorca überwintern.“ Ab April kommt sie dann selbst auf die spanische Insel, um mit Training und Turnieren loszulegen, bis es im Mai zurück ins Chiemgau geht – mit einem zweiwöchigen Zwischenstopp an der französischen Mittelmeerküste. „Die Atmosphäre hier ist einzigartig, hier kann ich sehr hohes Niveau von 10 oder 12 spielen – ich glaube, ich kenne keinen schöneren Ort für meinen Sport als St. Tropez, hier zu spielen ist die Krönung des Jahres!“ Ein weiteres Highlight wird dieses Jahr die zum zweiten Mal statt findende Damen Europameisterschaft in Siena sein und der nagelneue BUNTE-Chiemsee-Cup – für den sie ausnahmsweise nicht in den Flieger steigen muss. Denn der wird in ihrer Heimat- und Trainingsbasis auf Gut Ising am Chiemsee ausgerichtet.    

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Journalist

Katja Deutsch

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