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Bei Neubauten lassen sich alle Möglichkeiten einer modernen Energieversorgung ausschöpfen – Solar und Photovoltaik auf dem Dach, Batteriespeicher oder Mini-Kraftwerk im Keller, dazu Wärmepumpen. LIVING

Mit einer neuen Heizung viel Geld gespart

In vielen Millionen Deutschen Haushalten arbeitet noch eine uralte Heizanlage. Mit einer Modernisierung könnten die Hausbesitzer viel Geld sparen und die CO2 Emissionen reduzieren.

Allein die privaten Haushalte verbrauchen 30 % der gesamten benötigten Energie in Deutschland (Quelle; BMWi). Der Löwenanteil (78 %) wird davon nur für das Heizen genutzt. Doch immer noch gibt es viel zu viele alte und ineffiziente Anlagen. In mehr als vier Millionen Häusern wird bis zu dreiviertel mehr Energie verbraucht als bei energiesparenden Neubauten. Ein Grund, warum viele Hausbesitzer über eine neue Anlage nachdenken sollten.

Ein großes Einsparpotential wird mit der so genannten Brennwerttechnik erzielt. Herkömmliche Kessel lassen die entstehenden Abgase ungenutzt, kostbare Wärme verschwindet einfach durch den Schornstein. Ein Brennwertkessel nutzt die Abgase mit einer Rückführung und erreicht so einen bis zu 25 Prozent höheren Ausnutzungsgrad. Das kann die Heizkosten gewaltig reduzieren. Dabei spielt es keine Rolle, ob mit Gas, Pellets oder Öl geheizt wird. Brennwertkessel können fast immer den alten Kessel oder die alte Heizanlage ohne weiteren Platzbedarf ersetzen. Doch auch die klimaschonenden Wärmepumpen sollten bei einer Modernisierung berücksichtigt werden. Dabei spielt es keine Rolle ob das Haus 50 oder 500 Jahre alt ist.

Dieser Weg ist der schnellste und günstigste, um in den nächsten Jahren viel Geld bei den Energiekosten zu sparen. Zudem gibt es von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einige Programme zur energieeffizienten Sanierung und Modernisierung (https://www.kfw.de/kfw.de.html). Brennwertkessel gibt es von allen bekannten Herstellern in den unterschiedlichsten Größen. Wer bei einer Modernisierung auf eine Wärmepumpe setzt, kann zur Förderung durch die KfW zusätzliche Mittel beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen. Moderne Steuerungen per App über das Smartphone regeln die Heizung auch aus der Ferne – das gilt heute für jedes Heizsystem.

Ein weiteres Einsparpotential bietet eine zusätzliche Dämmung der Fassade. Denn ungedämmte Häuser verlieren bis zu 30 Prozent ihrer Wärme über die Außenwände. Dabei ist eine Fassadendämmung relativ günstig, verringert die CO2 Belastung und spart bei den Energiekosten. Fassaden können mit den unterschiedlichen Mitteln gedämmt und isoliert werden. Viele Betriebe bieten inzwischen thermographische Aufnahmen an, sodass die Schwachstellen in der Dämmung sichtbar werden.

Wer jetzt neu baut, hat es natürlich leichter. Hier lassen sich alle Möglichkeiten einer modernen Energieversorgung ausschöpfen – Solar und Photovoltaik auf dem Dach, Batteriespeicher oder Mini-Kraftwerk im Keller, dazu Wärmepumpen. Auch hier gibt es eine große Anzahl von Förderprogrammen des Bundes, die entweder direkte Zuschüsse oder zinsgünstige Darlehen anbieten. Da lohnt es sich für Bauherren, auf den Internetseiten der Kreditanstalt für Wiederaufbau nach den passenden Möglichkeiten zu suchen.

Wer sich noch nicht sicher ist, ob er seine Heizung modernisieren möchte, sollte sich an die örtlichen Verbraucherzentralen wenden. Hier können Energieberater vermitteln, den Bedarf, die Kosten und die möglichen Einsparungen errechnen. Sie informieren auch über mögliche Zuschüsse und Förderungen vom Staat. Die Beratung ist neutral und gibt garantiert keine Empfehlungen für bestimmte Produkte oder Hersteller. Eine solche Beratung kostet bei den Verbraucherzentralen circa 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte sind die Beratungen, bei einem entsprechenden Nachweis, kostenlos.

Fakten

Fakten

Ein neuer Brennwertkessel (Öl, Pellets oder Gas) erreicht einen bis 25 % höheren Ausnutzungsgrad als herkömmliche Anlagen. Wer ohne fossile Brennstoffe heizen möchte, sollte auf eine Wärmepumpe setzen. Mit Ökostrom betriebene Wärmepumpen arbeiten fast klimaneutral.

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Journalist

Jörg Wernien

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