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Dr. Mark Noetzold, ist u.a. Vorstand der OPTURE AG, sowie Lehrbeauftragter zum Thema Risikomanagement. INVESTMENTS

Interview mit Dr. Mark Noetzold

Wieso ist es mittlerweile notwendig, das Risikomanagement mit der Planung zu verbinden?

Die zunehmenden Konjunktur-, Währungskurs-, Zins- und Rohmaterialpreisschwankungen der letzten Jahre haben den Unternehmen ziemlich deutlich aufgezeigt, dass die konventionellen „Ein-Punkt-Planungen“ die Unsicherheiten der Märkte nicht abbilden können.

Welche Ergänzungen sind bei dem konventionellen Controlling denn notwendig?
Traditionell werden primär „sichere Ereignisse“ abgebildet. Aufgrund der zunehmenden Marktvolatilitäten muss das Controlling um die Risikodimension, also die unsicheren Ereignisse, erweitert werden. Diese fehlt meist gänzlich. Daneben umfasst die Ergänzung der Planung natürlich auch die Steuerungsmaßnahmen und deren Kosten. Die Verknüpfung von Planung und Risikomanagement nennt sich „risikoadjustiertes Controlling“.

Wie funktioniert das risikoadjustierte Controlling?
Es werden die Schwankungsbreiten um die risikoadjustierten Erwartungswerte berechnet, also ein Zielkorridor, in dem sich der Planwert mit einer berechneten Wahrscheinlichkeit befinden wird. Über Sensitivitäten, die die Stabilität des Unternehmens gegenüber Marktschwankungen angeben, kann dann effizient und optimal gesteuert werden.

Fakten

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Journalist

Enno Heidtmann

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