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Ältere Menschen sollten ein wenig anders essen

Wer 50 Lebensjahre überschritten hat, der spürt nicht nur ab und zu kleinere Wehwehchen an Knochen, Muskeln und Sehnen, sondern stellt auch fest, dass sich schneller Speckröllchen bilden – obwohl genauso viel gegessen wird wie bisher. Irgendwie gemein, doch mit ein paar kleinen Tricks und Ernährungsänderungen kann man auch in der zweiten Lebenshälfte in Form bleiben und dabei blendend aussehen.


Alfons Schuhbeck, deutscher Koch, Kochbuch-Autor, Gastwirt, Fernsehkoch und Unternehmer

Sterne- und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck, der selbst langsam auf die 70 zugeht, bewirtet in seinen Restaurants „Südtiroler Stuben“, „Schuhbecks Fine Dining“ und „Schuhbecks Orlando“ täglich Hunderte Gäste, die zu einem nicht unerheblichen Teil schon ein paar Jahrzehnte Lebens- und Geschmackserfahrung haben.

„Die meisten meiner älteren Gäste essen alles gerne, bestellen aber manchmal kleinere Portionen“, erzählt Alfons Schuhbeck. „Denn mit zunehmendem Alter sinkt der Grundumsatz. Die Mengen, die man in jüngeren Jahren zu sich genommen hat, würden eher zu Gewichtszunahmen führen.“ Der Sternekoch rät deshalb als Erstes dazu, ab 21 Uhr auf Essen zu verzichten – was übrigens auch jungen Menschen guttut.

Unbedingt sollte man bei seiner Ernährung auf Mineralstoffe und Spurenelemente achten, denn diese liefern für Stoffwechsel, Bindegewebe, Nervenzellen und nicht zuletzt Gehirn wichtige Bausteine. Wer vielleicht bisher sein Leben lang täglich Fleisch und Wurst verzehrt hat, dem rät Alfons Schuhbeck zur Reduzierung: „Zweimal wöchentlich Fleisch reichen aus, um den Körper unter anderem mit wichtigem Eiweiß und Eisen zu versorgen. Wenn Fleisch, dann am besten weißes Fleisch, wie zum Beispiel Geflügel- oder Kaninchenfleisch – idealerweise aus biologischer Haltung und von erstklassiger Qualität.“

Du bist, was Du isst – das gilt mehr denn je, wenn man älter wird. Viele Männer widmen dem Motor ihres Fahrzeugs weitaus mehr Aufmerksamkeit als ihrem körpereigenen Motor, ihrem Herz. Doch wer ein wenig um Zusammenhänge von Gefäßablagerungen und Schlaganfall weiß, der kann auf Dauer krank machende Gewohnheiten leichter ablegen. Um das Risiko eines möglichen Schlaganfalls gering zu halten, rät Alfons Schuhbeck zur sogenannten Mittelmeerkost. „Diese Ernährungsweise gilt als gefäßfreundlich. Mit viel Obst, Gemüse, Olivenöl und Fisch liegt man genau richtig, wogegen man Butter, Wurst und Fleisch seltener essen sollte.“

Gewürze tun ihr übriges zur Gesunderhaltung, denn sämtliche Gewürze verbessern die Fließeigenschaften des Blutes. Gerichte, die viel Ingwer, Knoblauch und Zimt enthalten, dürfen ruhig mehrmals die Woche auf dem Speiseplan stehen. „Wichtig sind außerdem Lebensmittel, die Omega-3-Fettsäuren enthalten“, so der Küchenchef. Diese sind in Makrele, Hering und Lachs enthalten. Wer Fisch nicht so mag, der kann seinen Bedarf auch durch Leinöl, Sacha Inchi, Leinotter Blumenöl und Hanföl decken.

Auch ausreichend zu trinken wird gern vergessen, wenn man nicht mehr wie im Büro immer seine große Flasche Wasser neben sich stehen hat. An der Urinfarbe lässt sich schnell erkennen, ob genügend getrunken wird.

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Journalist

Katja Deutsch

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