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Gerade bei längeren Abfahrten abseits der wohlbekannten Touristengebiete braucht man mehr als Ausweis und Smartphone. AKTIVITÄTEN

Gepäck im Winterurlaub

Wer sich für die winterlichen Sportarten begeistert, muss jedes Jahr viel Ausrüstung mitnehmen. Es gibt Hilfsmittel, die den Transport einfacher machen.

„Einige Hersteller von Wintersportrucksäcken bieten bereits Sicherheitsextras an.“

Ski, Snowboard, Stiefel und jede Menge dicke Pullover: Wintersportler reisen immer mit viel Gepäck. Das alles muss erst mal zum Skigebiet gebracht werden. will nichts Wichtiges vergessen, hat aber auch keine Lust, den Fahrspaß durch eine zu schwere Last zu minimieren.

Wintersportgeeignete Dachträger für das Auto gibt es viele. Damit die Skier und Snowboards bequem und sicher transportiert werden können, sollte auf ein paar Details geachtet werden: Die Bedienung der Träger muss einfach und handlich sein. Es empfiehlt sich immer, ein paar Modelle direkt in einem Laden zu testen. Wichtig ist nicht nur die Montage auf dem Autodach, sondern selbstverständlich auch die Be- und Entladung. Perfekt sind Bedienelemente, die man auch mit dicken Handschuhen betätigen kann. Für den besonderen Komfort gibt es ausziehbare Träger, bei denen man sich nicht umständlich über das gesamte Autodach lehnen muss. Damit die brandneue Sportausrüstung nicht schon vor der ersten Testfahrt verkratzt, sollten weiche Materialien wie Gummi verarbeitet sein. Dazwischen lässt sich alles mackenfrei einspannen. Eine erhöhte Auflagefläche der Dachträger verhindert Schrammen am Wagenlack.

Mehr Stauraum bekommt man durch Dachboxen, die es in fast jeder Form und Größe gibt. Montage und Handhabung sollten auch hier einfach sein. Der Umfang richtet sich ganz nach den eigenen Bedürfnissen, abhängig von der Anzahl der mitreisenden Personen und dem zu verstauenden Gepäck und sportlichen Equipment. Um auch den Kofferraum komplett auszunutzen, sollte die Dachbox weit genug vorne sitzen, damit sich der Kofferraumdeckel immer noch vollständig öffnen lässt.

Erst mal auf der Piste angekommen, benötigt jeder Sportler immer noch viel Gepäck. Gerade bei längeren Abfahrten abseits der wohlbekannten Touristengebiete braucht man mehr als Ausweis und Smartphone. Je nach Bedarf gibt es auch hier die verschiedensten Größen und Ausführungen an Rucksäcken zu Auswahl. Die Beratung im Fachhandel kann die Richtung vorgeben, und am Anprobieren führt sowieso kein Weg vorbei. Moderne Wander- und Wintersportrucksäcke lassen keine Wünsche mehr offen. Gemeinsam haben sie die unübersichtliche Vielzahl an Fächern, Schnallen und Gurten, die aber alle wichtige Funktionen erfüllen. Es gibt mit Fleece gefütterte Fächer für die Skibrille, mehrere Gurte für die optimale Anpassung an den eigenen Rücken, wasserdichte Fächer für alle Wertsachen und Extrafächer mit Schlaufen für nötiges oder extravagantes Skiwerkzeug. Wichtig sind auch die Schlaufen außen am Rucksack, mit denen man die Skier oder das Snowboard bequem transportieren kann. Zudem haben die modernen Modelle mittlerweile alle Platz für eine Trinkblase, falls diese nicht ohnehin schon integriert ist. Der Schlauch dafür sollte idealerweise isoliert und in einem abgetrennten Fach untergebracht sein, damit das Wasser nicht einfrieren kann und im Zweifelsfall der restliche Rucksackinhalt trocken bleibt. Bei all den Auswahlmöglichkeiten ist es klar, dass man den perfekten Rucksack nicht in zehn Minuten findet.

Eine kleinere Ausführung beugt unnützer Ausrüstung vor. Auf eine Tour sollte wirklich nur das Nötigste mitgenommen werden. Fährt man mit einer Gruppe, lässt sich viel Gewicht verteilen. Nicht jeder muss das Erste-Hilfe-Set mitnehmen, und im Grunde reicht auch ein Telefon ebenso wie ein GPS-Gerät pro Gruppe. Selbstredend sollten sich diese unter Umständen lebenswichtigen Gegenstände nicht alle in einem Gepäckstück befinden.

Wer keine große Tour plant und sich lieber auf den dichter befahrenen Pisten bewegt, braucht natürlich nur einen Bruchteil der Ausrüstung. Für Anfänger und Gelegenheitsfahrer bieten sich immer die von der Pistenwacht regelmäßig abgefahrenen Strecken an. Wer nur etwas Spaß auf den Skiern oder dem Snowboard haben will, muss kein unnötiges Risiko eingehen. In Skijacken und -hosen befinden sich ausreichend Taschen für die persönlichen Sachen und ein oder zwei Müsliriegel für zwischendurch. Für Skipass und Liftkarte gibt es meistens ein Fach im Jackenärmel, damit man jederzeit schnell darankommt. Viel mehr braucht man bei einer kurzen Abfahrt nicht.

Einige Hersteller von Wintersportrucksäcken bieten bereits Sicherheitsextras an. Das reicht von der Rettungspfeife am Brustgurt bis hin zur vollständig verstauten Lawinenrettungsausrüstung. Zusätzlich kann man seine Ausrüstung mit allem aufstocken, was man in einem Notfall brauchen könnte. Lawinen-Airbags, Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), Schaufel und Sonde können Leben retten. Zur eigenen Sicherheit sollte jeder Wintersportler einen Helm tragen, wie es heute glücklicherweise meistens der Fall ist. Wer sich selbst nicht schützt, fällt in vielen Skigebieten negativ auf. Rückenprotektoren können bei Stürzen und Kollisionen die empfindliche Wirbelsäule schützen. Bei Kleidung, Helm und Rucksack gilt: Neonfarben erhöhen die Sichtbarkeit im Schnee erheblich. Vom Aspekt Sicherheit her darf es auch gern mal eine schrille Farbkombination sein. Jeder Pistenjäger sollte unbedingt ehrlich mit sich selbst sein. Überschätzung der eigenen Fahrkünste ist mit die häufigste Unfallursache, vor der auch die beste Ausrüstung nicht schützen kann.

Zum winterlichen Equipment gehören neben den lebensrettenden Dingen auch einige, die einfach Spaß machen. So zum Beispiel Kopfhörer, die in die Mütze integriert sind. Die Verbindung zum Smartphone läuft entweder über ein Kabel oder, noch bequemer, über Bluetooth. Integrierte Kopfhörer gibt es übrigewns auch in Helmen. Für frierende Skifahrer gibt es beheizte Handschuhe und Stiefel, für Zahlenfans Skibrillen mit Display, wodurch man permanent über Höhe, Pistenplan und eigene Geschwindigkeit auf dem Laufenden gehalten wird. Sporttaugliche Kameras sind besonders robust, wasserdicht und einfach zu bedienen. Mit einer eigenen Halterung lassen sie sich zum Beispiel auf dem Helm anbringen. Ein Full-HD-Video aus der eigenen Perspektive, das die Schnelligkeit der Piste richtig deutlich macht, eignet sich auf jeden Fall hervorragend als Urlaubserinnerung. Manchmal will man sich aber von all der Technik nicht ablenken lassen und sich einfach auf das Skifahren oder Snowboarden konzentrieren. Wem ein Rucksack dabei zu lästig ist, der kann die kleineren Sachen auch in einer Hüfttasche unterbringen. Oft gibt es diese kombiniert mit einem Trinkgürtel. Damit hat man alles Essenzielle dabei und kann auch mal ein Gadget verstauen, das man gerade nicht nutzen möchte.

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Journalist

Angela Ölscher

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