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Helmut Lange, Geschäftsführer von GrünGold Fleischalternativen GmbH ESSEN&TRINKEN

Genuss ohne Gewissensbisse

Interview mit Helmut Lange, Geschäftsführer von GrünGold Fleischalternativen GmbH 

Sind Fleischalternativen eine Frage des Geschmacks oder der Lebensphilosophie?

Beides. Guter Geschmack ist alles. Und wir müssen allesamt begreifen, dass unsere Ressourcen endlich sind. Um etwa 1 Kilo Rindfleisch herzustellen, bedarf es ca. 10 Kilo Getreide und mehrerer tausend Liter Wasser. Wasser etwa ist ein sehr knappes Gut – bei uns und anderswo.

Wie verstehen Sie Nachhaltigkeit? 

Unsere Produkte bestehen ausschließlich aus natürlichen Zutaten ohne jede Form von Zusatzstoffen. Unsere Rohstoffe kommen zu übergroßen Teilen aus hiesigen Landen, weil wir auf Basen wie Hafer oder Dinkelvollkorn setzen und nicht etwa auf Soja, das meist aus Übersee kommt. Insofern ist unsere CO2-Bilanz durchaus als positiv zu bezeichnen – und unsere Produkte immer tierleidfrei.

Wäre es nicht nachhaltiger, Lebensmittel anstatt Viehfutter anzubauen?

Man kann bestimmt Intelligenteres mit 10kg Getreide anstellen, als es erst durch den Wirt „Rind“ zu jagen, und es dann zu konsumieren. Abgesehen davon, dass dies mehr Menschen satt machen würde, würde es den enormen CO2-Ausstoß um ein Vielfaches reduzieren.

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