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Fördermittel für eine effizientere Heizung

Die Deutschen heizen immer noch zu viel für den Schornstein. Dabei könnten schon mit kleinen Erneuerungen bis zu 10 % Heizkosten und 80 % Strom eingespart werden. 

Hausbesitzer in Deutschland könnten viel Geld und Energie sparen. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Forsa-Instituts, im Auftrag des Spitzenverbandes für Gebäudetechnik (VdZ), unter 1011 Hausbesitzern in ganz Deutschland. Eines der wichtigen Ergebnisse: einen großen Nutzen bei der Einsparung bringen der Tausch der Heizungspumpe und der hydraulische Abgleich.

Versteckte Stromfresser im Heizungskeller

Der Austausch von mindestens zwei Jahre alten Heizungspumpen durch Hocheffizienzpumpen kostet ca. 400 Euro und wird vom Staat mit 30 % bezuschusst. Diese Mittel können ganz einfach online beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Solche alten Pumpen verbrauchen mehr Strom als den meisten Hausbesitzern bewusst ist. Bis zu 10 % der gesamten Stromkosten können durch veraltete Pumpen verursachen. Die neuen und geförderten Hocheffizienzpumpen verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom und ein Handwerker baut sie innerhalb von einer halben Stunde ein. Wichtig ist aber, dass es sich um eine von dem BAFA zertifizierte Pumpe handelt. Eine Liste aller Pumpe kann auf der Webseite des BAFA eingesehen werden.

30 % Förderung für die Optimierung des Heizsystems

Weiteres Geld können Hausbesitzer mit einem hydraulischen Abgleich sparen. Oft sind die Heizkörper in der Nähe der Kessel zu heiß, weiter entfernt liegende Heizkörper hingegen nur lauwarm. Beim hydraulischen Abgleich stellt der Fachhandwerker die richtige Durchflussmenge mit Hilfe moderner Thermostate ein und sorgt so für eine optimale Durchflussmenge. Je nach Heizanlage können bis zu 10 % an Heizenergie eingespart werden. Die Kosten für einen hydraulischen Abgleich liegen im Durchschnitt bei ca. 500 Euro. Auch hier fördert das BAFA mit 30 % der Nettokosten.


Zusammengenommen können Hausbesitzer so mit einer 1995 eingebauten Heizanlage auf einer Wohnfläche von 100 Quadratmetern durchschnittlich so viel Energie sparen, wie für über 600 Ladungen Wäsche nötig wäre. Auch für zahlreiche zusätzliche Maßnahmen, wie z.B. den Einbau eines Pufferspeichers oder die Einstellung der Heizkurve, übernimmt der Staat 30% der Kosten.

Eigene Ersparnis berechnen und Förderung beantragen

Was eine Heizungsoptimierung im Einfamilienhaus finanziell bringt und wie viel Energie die alte Heizungspumpe tatsächlich verschwendet, zeigt mit wenigen Klicks der Optimierungsrechner. Alle Informationen zur Förderung sind auf dem Onlineportal Intelligent heizen zusammengefasst.


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Journalist

Jörg Wernien

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