Weekly News

Expertenspecial: Produkte und Qualität


Sarah Wiener, Köchin und Unternehmerin. Foto: Christian Kaufmann

Fleisch ist unser kostbarstes Lebensmittel.

Für alle, die den Luxus eines eigenen Hofes nicht haben, empfehle ich, vor dem Kauf von Fleisch möglichst viel über Haltung, Fütterung und Schlachtung der Tiere in Erfahrung zu bringen. Ein Aspekt ist das Bio Siegel – ein Garant für bestimmte Mindeststandards in Bezug auf Tierhaltung und Fütterung und die Verwendung von Zusatzstoffen. Zwar produziert auch manch konventioneller Betrieb sehr gut, aber der überwiegend große Teil dieser Betriebe ignoriert die Bedürfnisse unserer Kulturtiere. Noch undurchsichtiger wird das Ganze außerhalb Deutschlands und der EU.

Ein gutes Stück Fleisch erkennt man am Aussehen, an der Fettmarmorierung, der Farbe, Textur, Geruch und an der Temperatur. Wenn Sie sich selbst nicht sicher sind, ist der Metzger ein guter Ansprechpartner. Wenn er Ihre Fragen zur Qualität, Herkunft, Futtermittel, Schlachtung und Verarbeitung nicht beantworten kann, dann sind Sie hier falsch. Fleisch ist das kostbarste Lebensmittel, mit dem wir sorgsam umgehen sollten. Ich habe viel Respekt vor dem Lebewesen und denen, die an der Produktion des Stücks Fleisch beteiligt waren. Das begleitet mich natürlich bei der Zubereitung – daher gilt: Sorgfältig und genussvoll zubereiten, alles – das ganze Tier – verwenden, mit den Liebsten teilen und die Reste weiter verarbeiten. 


Ulrike Gonder, Dipl. oec. troph., Freie Wissenschaftsjournalistin

Kokosprodukte lassen sich sehr vielseitig einsetzen.

In tropischen und subtropischen Ländern sind Kokosprodukte Grundnahrungsmittel wie bei uns Äpfel und Roggenbrot. Die Inhalte der Kokosnuss lassen sich vielseitig verwenden: Kokosöl ist hitzebeständig und leicht verdaulich, es hat aber sehr wenig ungesättigte Fettsäuren – weshalb es nie ausschließlich verwendet werden sollte. Kokosöl unterstützt die Bildung von Ketonen im Körper und kann daher auch bei gewissen Krankheiten unterstützend wirken. Das weiße Kokosfleisch ist nähr- und ballaststoffreich. Wird aus dem getrockneten Fleisch Kokosöl gepresst, lässt sich der Presskuchen zu Kokosmehl vermahlen. Es enthält außergewöhnlich viele, nämlich um die 40 Prozent Ballaststoffe. Damit übertrifft es normales Getreidemehl und liefert gleichzeitig weniger Kohlenhydrate und mehr Proteine – toll für diejenigen, die sich gerne Low Carb ernähren oder aber an Glutenunveträglichkeit oder Zöliakie leiden. Allgemein wird es besser vertragen als Vollkornmehl. Mit Kokosraspel und Kokoscreme lassen sich Speisen verfeinern, sie enthalten konzentriert alle Stoffe des Kokosfleisches.

Wird das Fleisch vermahlen und Wasser zugesetzt, erhält man Kokosmilch, die wie Kuhmilch und Sahne verwendet werden kann.


Dr.Kerstin Erbe, Geschäftsführerin dmBio

Herkunft, Produktionsverfahren und Geschmack machen die Qualität unserer dmBio Produkte aus.

Grundsätzlich legen wir bei der Auswahl unserer dmBio Produkte höchstes Augenmerk auf die Qualität der Rohstoffe und deren Herkunft, auf die eingesetzten Produktionsverfahren sowie auf den Geschmack. Dabei sehen wir uns der ursprünglichen Bio-Idee verpflichtet, die den Bio-Prozess vom Saatgut bis zum Recycling der eingesetzten Verpackung berücksichtigt. Für dmBio möchten wir 100 % Rohstoffe in Bio-Qualität verwenden. Aktuell haben wir rund 30 dmBio-Produkte mit Naturland-Siegel in unseren dm-Märkten, bei vielen weiteren Artikeln arbeiten wir derzeit an einer Umstellung. Im Bereich Baby setzen wir verstärkt auf biologisch-dynamische Rohstoffe. Diese sind bereits heute in unseren Produkten eingesetzt, ohne dass wir diese ausloben. 

Die von Stiftung Warentest getesteten Tomaten kommen aus Apulien in Italien. Die Tomaten werden streng nach Qualität selektiert, von Hand in Hälften geschnitten und anschließend auf natürliche Weise durch die Sonne getrocknet. Durch die traditionelle und schonende Verarbeitung bleiben sie besonders aromatisch und fruchtig.

Stiftung Warentest hat die dmBio Tomaten auf Schadstoffe wie Weichmacher und Mineralölbestandteile untersucht und mit gut bewertet.


Daniel Kruse, Geschäftsführer Hempro International GmbH & Co.KG

Hanf ist langsam in aller Munde.

Hanf gilt als eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und hat für Mensch und auch die Natur einen unschätzbaren Wert, denn er lässt sich pestizidfrei und umweltschonend anbauen. Ursprünglich stammt Hanf aus China, wo er derzeit seine Wiederentdeckung feiert, doch auch bei unseren Lebensmitteln von HANF FARM steigt die Nachfrage nach dem schnell nachwachsenden, extrem widerstandsfähigen Rohstoff seit Jahren an. HANF FARM-Hanflebensmittel leisten durch ihren hohen Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und als Lieferant für alle acht enthaltenen essentiellen Aminosäuren einen hervorragenden Beitrag zu gesunder Ernährung und schützen vor Stoffwechsel-, Gefäß- und Herz-Kreislauferkrankungen. 

Hanf lässt sich in unterschiedlicher Art und Weise verzehren, beispielsweise als Hanfsamen, Hanfsamenöl sowie als Hanf-Mehl oder auch Hanf-Proteinpulver. Das hierzulande am längsten bekannte Hanfsamenöl, das aus den Samen gepresst wird, eignet sich zum Abschmecken von gedünstetem Gemüse ebenso wie zur Zubereitung von Dressings. Was nach der Ölpressung übrig bleibt, lässt sich zu Hanf-Mehl und Hanf-Proteinpulver weiterverarbeiten. Geschälte Hanfsamen passen in den Salat oder ins Müsli und können als gesunde Energiegeber Schokolade, Riegel oder Gebäck verfeinern. 


Dr. Sabine Eichner, Geschäftsführerin des Deutschen Tiefkühlinstituts

Tiefkühlprodukte überzeugen mit Geschmack und Vitaminen.

Der Vorteil von Tiefkühllebensmitteln ist vor allem, dass sie ihre Frische über einen sehr langen Zeitraum bewahren. Gemüse wie beispielsweise Spinat oder Erbsen werden geerntet und innerhalb weniger Stunden schockgefrostet, wodurch Vitamine und Nährstoffe optimal erhalten werden können. Dieser Prozess wurde ausgiebig von der Universität Hamburg in sehr umfangreichen Versuchsreihen nachgewiesen. Denn wer frisches Gemüse kauft, kann leider oft nicht erkennen, wie lange es bereits im Laden liegt. Bleibt es dann noch einige Tage im Kühlschrank, enthält es kaum noch Vitamine. Gerade der hohe Vitamin C-Gehalt (wie beispielsweise in Erbsen) baut sich bei Tiefkühlgemüse nur sehr langsam ab, sofern die Kühlkette konstant minus 18 Grad aufweist. Da das Schockfrosten an sich bei wesentlich tieferen Temperaturen stattfindet, benötigt man bei Tiefkühlprodukten auch keine Konservierungsstoffe, denn hier bleiben die Zellen intakt und werden blitzschnell konserviert, was die Bildung von Eiskristallen zwischen den Zellwänden und damit ihr Zerstören verhindert. Fisch und Fleisch sollten schonend im Kühlschrank aufgetaut und das Schmelzwasser weggekippt werden, Gemüse kann laut Herstellerhinweisen auf der Packung direkt in den Topf oder die Pfanne. 

Dr. Alexa Iwan, Ernährungswissenschaftlerin und TV-Moderatorin

Frische Kräuter enthalten viele Mineralstoffe.

Abgesehen davon, dass viele Kräuter gezielte Heilwirkungen haben (schleimlösend, beruhigend, krampflösend u.ä.) sind Küchenkräuter kleine Nährstoffbomben. 100 Gramm Petersilie beispielsweise enthält dreimal so viel Vitamin C wie 100 Gramm Orangen. Zwar isst man 100 Gramm Petersilie nicht so einfach wie eine einzelne Orange – aber der Vergleich zeigt, wie außerordentlich sinnvoll es ist, zum Beispiel einen Salat mit richtig viel frischer Petersilie zu würzen. 

Auch bei Eisen, Zink, Calcium, Kalium, Beta-Karotin und Folsäure erreichen Küchenkräuter Spitzenwerte. Jede Menge Eisen enthalten beispielsweise Basilikum, Estragon und Dill. Zink findet sich in Thymian und Dill, Calcium in Thymian und Basilikum. Kalium erhält man durch Petersilie, Basilikum und Dill, Beta-Carotin durch Petersilie, Dill und Kerbel. Folsäure ist in Petersilie und Rosmarin enthalten. 

Küchenkräuter sollten möglichst frisch verarbeitet werden und wenn nötig, nur kurz erhitzt werden. Nur unzerkleinerte Blätter waschen, damit mit dem Waschwasser keine Nährstoffe unnötigerweise herausgeschwemmt werden.

Kräuter sind aber noch in einer zweiten Hinsicht gesund, denn wer sein Essen mit Kräutern würzt, spart Salz ein. 


Vasco Emmanuel Kulke, Gründer und Geschäftsführer Cucumis GmbH

Limonade mal anders.

Selbst etwas, das jeder zu kennen glaubt, kann plötzlich völlig anders schmecken: Limonade zum Beispiel. 

Neue Zutaten sorgen für die freudige Überraschung auf der Zunge – ganz gleich, ob pur genossen oder in Drinks und Cocktails gemischt. Ob Limonade Gurke-Basilikum aus 100 Prozent deutschen Gurken, Lavendel-Bergamotte auf Basis eines Lavendel-Destillates aus Frankreich oder die Kamille-Honig-Limonade aus biologisch angebauten Kamillenblüten – unser Ziel bei Cucumis sind zeitlose Getränke, die inspirieren. 

Unsere Lavendel-Limonade wird beispielsweise in zahlreichen Sterne-Restaurants mit Sekt als Aperitif angeboten. Bei den Rezepturen unserer Limonaden wollen wir immer einen geschmacklichen Protagonisten mitsamt seinem Gegenspieler entwickeln, dabei aber niemanden geschmacklich überfordern.

Darüber hinaus werden die Limonaden in einer nachhaltigen, prämierten Anlage abgefüllt und kommen in einer gängigen, regional produzierten Mehrwegflasche auf den Markt. Alle drei Sorten werden mit Mineralwasser in der Öko-Test Qualität „sehr gut“ angereichert. 

Über 40 Michelin Sterne Restaurants, die Cucumis führen, und zahlreiche internationale Auszeichnungen zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.


Eike Mehlhop, Geschäftsführer Allos

Energie-Kick mit Amaranth.

Der bei vielen Menschen typische Energieverlust am Vormittag lässt sich vermeiden, indem man einen Blick auf sein Frühstück wirft. Oft besteht es aus Zutaten, die den Blutzuckerspiegel zu schnell in die Höhe treiben – und das ist nicht nur bei süßem Gebäck oder Marmeladentoast der Fall. Auch viele fertige Müslisorten erhöhen ihn durch den Zusatz von Schokolade & Co. Fällt der Blutzuckerspiegel ab, wird man müde. 

Um diesem Hungerloch vorzubeugen, ist der Verzehr von Cerealien-Mischungen mit Amaranth ideal. Bereits 1982 haben wir das „Superfood“ der Inkas entdeckt und nach Deutschland gebracht. 

Anders als bei herkömmlichen Müslis verlangsamen unsere Produkte den Anstieg des Blutzuckerspiegels, denn das darin enthaltene Amaranth hat einen niedrigeren Glykämischen Index und sorgt so für eine längere Sättigung. Übrigens veredeln wir das Korn mit einem geheimen Poppverfahren, bei dem das Amaranth-Eiweiß noch verdaulicher gemacht wird. 

Wer das Superkorn einmal probiert hat, bleibt Fan dank der positiven Eigenschaften für das Wohlbefinden. So ist Amaranth eine unverzichtbare Zutat vieler Allos Müslis und Breie und macht sie zu leckeren Energy-Boostern.

Teile diesen Artikel

Journalist

Katja Deutsch

Weitere Artikel