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Expertenmeinungen über die Themen Kombinationstherapien, Haarentfernung und ästhetischen Medizin


Dr. med. Sonja Sattler, 
Gründerin der Rosenpark Klinik und der BELLARI, zum Thema minimal-invasive Kombinationstherapien

Um den Volumenverlust im Alter und die damit einhergehende Veränderung im Gesicht zu behandeln, schauen wir uns bei unseren Patienten zunächst drei Ebenen an: Zum einen die Hautoberfläche mit Veränderungen wie Pigmenten oder Couperose, dann das subkutane Fettgewebe, das durch die geringere Blutversorgung mit zunehmendem Alter abnimmt und den Schädel, denn auch die Knochen verändern sich und beeinflussen die Struktur des Gesichts. In der Regel wird der Kinnknochen kleiner, der mittlere Bereich des Gesichts verlagert sich nach hinten, so dass hier mehr Tiefe aufgebaut werden sollte. Um Volumen und ein frisches Äußeres zurück zu geben, kombinieren wir eine Behandlung des tieferen Gewebes und der oberen Hautschichten. 

Bei der Volumentherapie wird Füllmaterial wie Hyaluronsäure mit einer senkrecht geführten, scharfen Spezial-Nadel tief im Gewebe platziert und beim Herausziehen gleichmäßig abgegeben. Das kollagene Bindegewebe kann mit Gerätetechnik wie mikrofokussiertem Ultraschall zu einer Neubildung angeregt werden. Auch die Radiofrequenztherapie geht in die Tiefe: Sie bewirkt ein Schrumpfen der gelockerten Bindegewebsfasern. 

Die Behandlung der Hautoberfläche ist dann quasi das Finish: Um von außen Wirkstoffe wie Vitamin C in die Haut einzubringen und ihr ein strafferes Äußeres zu verleihen, werden zum Beispiel beim Needling winzige Verletzungen erzeugt, durch die sie besser eindringen können. Ein erster Effekt solcher Kombinationstherapien ist sofort sichtbar und es wird immer noch besser. Das wirkliche Ergebnis ist nach etwa vier Monaten wahrnehmbar.

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Manuel Reimer,
Trainingsleiter & Kundenberater bei der amaderm GmbH zum Thema dauerhafte Haarentfernung

Immer mehr Menschen schätzen den Komfort weicher, zarter Haut ohne lästige Haare. Neben den klassischen und aufwendigen Methoden der Rasur oder Epilation hat sich in der letzten Zeit der Trend zur dauerhaften Haarentfernung durchgesetzt. Im Wesentlichen sind das neben der komplizierten Nadelepilation heutzutage die in Israel erfundene IPL- und Lasertechnik. Letztere bietet mit dem Diodenlaser die modernste Technologie. Dadurch sind schnelle, sichere und angenehme Anwendungen für alle Hautfarben möglich. 

Insbesondere die wirkungsvollen und sichtbaren Ergebnisse zeichnen diese Technologie aus. Dabei wird das Licht in der aktiven Wachstumsphase des Haares bis zur Haarwurzel transportiert und durch Erhitzung der Papille (Nährstoffzufuhr) wird das weitere Wachstum unterbrochen. Das Ergebnis ist jederzeit eine haarfreie und glatte Haut, ohne Entzündungen, Rasurpickel oder eingewachsene Haare.

Die Wissenschaft ist bei der Lichtepilation anfangs davon ausgegangen, dass man nur 3 Sitzungen benötigt: für jede Wachstumsphase eine. Und dass weiße Haut und schwarze Haare optimale Ergebnisse liefern. Heute weiß man, dass professionelle Haarentfernung wesentlich komplexer ist. Deshalb sollten interessierte Kunden sich nur von gut ausgebildeten Instituten behandeln lassen. Auch bei den Geräten gibt es signifikante Unterschiede. Zur Absicherung sollte man deshalb auf ein medizinisches CE achten. Ebenso ist ein fundiertes Erstberatungsgespräch ein gutes Zeichen für erfolgreiche Behandlungen.



Dr. med. Susanne Steinkraus,
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie, zu aktuellen Verfahren der ästhetischen Medizin 

Im Bereich Ästhetik werden vor allem Kombinationsbehandlungen aus minimal-invasiven Verfahren wie Laser, Botulinumtoxin, Fillern, Fäden, Ultraschall, Radiofrequenz, Needling und Peeling präferiert. Damit steht uns ein ‚Baukastensystem‘ zur Verfügung, aus dem, je nach Hauttyp, Alter und Lebensstil, für den Patienten individuell die beste Behandlung erfolgen kann.  In der Regel geht es dabei um die Harmonisierung des Hautbildes, die Füllung von Gewebedefekten und die Schwächung störender mimischer Aktivität. Micro-Needling kann zum Beispiel die Hautstruktur von außen verbessern, während andere Verfahren sie von innen straffen. Botulinumtoxin kann die Aktivität von Muskeln reduzieren und so mimische Fältchen abschwächen, Filler hingegen werden bei Volumenverlust, Knitterfältchen oder zur Modellierung der Lippen eingesetzt. Vorteile der minimal-invasiven Methoden sind insbesondere der im Verhältnis geringe Aufwand, geringe Ausfallzeiten und sehr natürliche Ergebnisse. Der aktuelle Trend zur Natürlichkeit, den wir beim No-Makeup-Look beobachten, zeigt sich auch bei den Verfahren, wenn Eigenblut als Filler genutzt wird und Laserbehandlungen die Haut zum Aufbau von Collagen anregen.  

Einige der genannten Methoden, wie Ultraschall, Laser oder Needling, werden wie die Cellulite- und die Fettwegspritze auch zur Behandlung einer schlechten Bindegewebsstruktur eingesetzt. Diese Verfahren sind allesamt sehr kritisch zu sehen – nach wie vor gelten richtige Ernährung und Sport etc. als Nummer eins, um Cellulite zu reduzieren.“ 

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Journalist

Ulrike Christoforidis

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