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Eine gute Vorbereitung ist für eine Fahrrad-Tour durch Deutschland unerlässlich. REISEN

Eine Fahrrad-Tour durch Deutschland

Urlaub mit dem Fahrrad ist gesund und nachhaltig – und macht richtig Spaß, sofern man gut vorbereitet ist und die besten Routen kennt. 

Deutschland ist nicht nur eine Fahrradfahrer-Nation sondern auch ein Land mit wunderschönen Radwegen und -Touren für jeden Geschmack, Zeitraum und jedes Leistungsniveau. Was liegt da näher, als schöne Landschaften und spannende Kultur mal einen ganzen Urlaub lang zu erkunden? 

Eine gute Grundlage dafür bietet das „Radnetz Deutschland“ als eine Einheit von zwölf Radfernwegen, die alle Regionen Deutschlands miteinander verbinden. Das Projekt des Deutschen Tourismusverbandes punktet auch mit Übernachtungsmöglichkeiten, Sehenswürdigkeiten und weiteren Serviceangeboten wie Tipps für Radtouren mit Kindern. So kann man auf der „D-Route 2“ beispielsweise die gesamte deutsche Ostseeküste abradeln, von Flensburg entlang der Kieler Förde, rund um die Insel Fehmarn, über Travemünde und Stralsund bis nach Usedom.

Auch der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) hat tolle Touren getestet, wie beispielsweise Fahrradtrips auf stillgelegten Bahntrassen, entlang von Flüssen und alten Pilgerrouten oder Thementouren wie dem „Kraut-und-Rüben-Radweg“ entlang der pfälzischen Weinstraße. Auch Tipps fürs Radfahren mit GPS hat man dort auf Lager, sodass man sich Satellitengeführt auf Basis downloadbarer oder eigener, am PC, erstellter Touren auf den besten Weg machen kann. Mit der Mitgliedschaft im ADFC gibts übrigens mobile Pannenhilfe, auch auf Reisen, inklusive.

Wer es dabei etwas entspannter angehen möchte, lässt vielleicht streckenweise ein E-Bike für sich radeln. Die trendigen Zweiräder gibt`s auch mit Teilautomatik. Oder man macht es sich auf einem Liegerad bequem. Apropos Liegen: Wer nicht in Jugendherberge, Pension oder Hotel absteigen möchte, kann sein Bett auch gleich per Anhänger mitnehmen. Der Eluk-Wohnanhänger beispielsweise ist ein kuscheliges Bett in Mini-Wohnwagen-Format. 

Ansonsten sollte das Gepäck bei längeren Touren eher klug ausgewählt und sparsam in den Satteltaschen verstaut sein. Absolutes Muss ist gute Regenkleidung, denn gar nicht erst nass zu werden, ist das oberste Gebot eines jeden Rad-Urlaubers. Und selbst im deutschen Sommer ist man gegen Nässe von oben nie gefeit. 

Das gilt auch für den, der Landesgrenzen in die insgesamt neun Nachbarländer Deutschlands überfährt – beispielsweise für Radler des Rhein-, Mosel- oder Innradwegs, die dem Flussverlauf bis zur Quelle folgen. Die „D-Route 3“ führt sogar bis nach St. Petersburg. Übrigens besteht in Spanien, Finnland, Schweden, Österreich und Tschechien Helmpflicht für Kinder beziehungsweise teilweise eingeschränkt auch für Erwachsene – das sollte bei der Urlaubsplanung mit beachtet werden. 

Auch in Punkto Fahrrad-Versicherung sollte man sich über die Details schlau machen: einige Unternehmen zahlen bei Diebstahl nur, wenn das Rad über Nacht in abgeschlossenen Räumen stand.

Fakten

Packliste für die Fahrrad-Tour

• Wasserdichte Packtaschen (2 hinten, ggf. vorne auch, plus Lenkertasche mit Kartenfach)
• Regenklamotten
• Ersatzschuhe
• Wechselwäsche
• Schlaf- und Badesachen
• Sonnenschutz
• Reiseapotheke
• Kulturtasche
• evtl. Campingzubehör
• Taschenlampe
• Ersatzschlauch
• Papiere
• Karten & Reiseführer

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Journalist

Kirsten Schwieger

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