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Smart Home Anwendungsmöglichkeiten können schon seit einiger Zeit auch per Sprachsteuerung bedient werden – die entsprechenden Geräte können bei großen Anbietern für relativ wenig Geld erworben werden. LIVING

Die Zukunft ist smart

Die digitale Revolution macht auch vor der eigenen Haustür nicht halt. Schon heute können viele Bereiche des Hauses intelligent gesteuert werden.

Die smarte Vernetzung von Haushaltsgeräten kann das Leben erheblich bequemer machen.

Bis ganze Stadtviertel oder gar komplette Städte digital vernetzt sind, wird es zwar noch ein bisschen dauern. Und bis die Vision des früheren Google-Chefmanagers Eric Schmidt wahr wird, in der ein durchsichtiges Tablet morgens durch das Haus fliegt, die Termine des Tages vorliest und Vorschläge für das passende Outfit zum anstehenden Geschäftstermin macht, vergeht ebenfalls noch eine Weile. Die Möglichkeiten aber, das eigene Heim mit smarter Technik auszustatten, wachsen ständig und rasant. In der schönen neuen digitalen Welt wird das Leben zuhause sicherer, bequemer und sparsamer. Es ist sowohl möglich, nur bestimmte Aufgaben zu vernetzen, als auch ein komplettes Programm zu installieren. Der große Schritt ist besonders für Häuslebauer interessant, wobei allerdings auch später Erweiterungen vorgenommen werden können – zumeist ohne Komplikationen und oftmals sogar, ohne, dass ein Experte überhaupt ins Haus kommen muss. Denn wie so vieles in der Welt von morgen, werden auch solche Aufträge online erledigt.

Es gibt einige Bereiche, die immer häufiger mit smarter Technik ausgestattet werden. Fast schon ein Klassiker ist die Steuerung bestimmter Geräte von unterwegs. Vor allem Jalousien und die Heizung, beziehungsweise Klimaanlage gehören dazu. Im Sommer kann es beispielsweise sehr praktisch sein, wenn man vom Büro oder einer Reise aus die Jalousien per App auf dem Smartphone herunterfahren oder die Klimaanlage anstellen kann – so ist das Haus bei der Rückkehr wohltemperiert. Im Winter dagegen freut man sich über eine warme Wohnung, wenn man die Heizung schon auf der Rückfahrt aus höhergestellt hat, weil es einen plötzlichen Kälteeinbruch gibt. Gerade die Steuerung der Temperaturen hat aber noch einen anderen Grund als wohlige Wärme oder angenehme Kühle: Eine intelligente Steuerung kann helfen, sehr viel Geld zu sparen.

Die smarte Vernetzung von Haushaltsgeräten kann das Leben wiederum erheblich bequemer machen. Der selbstfahrende Staubsauger ist nur das vielleicht bekannteste Beispiel. Aber es gibt schon heute viel mehr Möglichkeiten. So kann beispielsweise eine smarte Kamera im Kühlschrank eingebaut sein und den Besitzer beim Einkauf durch einen raschen Blick in das Innere per Smartphone führen, ob noch genug Milch oder Käse vorrätig ist. Führende Hersteller bieten solche Geräte heute schon an. Im Haushalt gibt es inzwischen viele andere Möglichkeiten, wie die smarte Kaffeemaschine, die für wohligen Kaffeegeruch schon morgens beim Aufwachen sorgt. Oder soll sich vielleicht die Waschmaschine zu einem bestimmten Zeitpunkt selbstständig einschalten? 

Beliebt sind auch die Steuerung des Lichts in bestimmten Räumen oder im ganzen Haus – mit vielen verschiedenen Möglichkeiten ganz nach dem individuellen Geschmack. Ebenso kann die Musik überall gestreamt und gesteuert werden, ganz gleich, ob vom Sofa, vom Bett oder aus der Badewanne. Solche Anwendungsmöglichkeiten können schon seit einiger Zeit auch per Sprachsteuerung bedient werden – die entsprechenden Geräte können bei großen Anbietern für relativ wenig Geld erworben werden. Geräte ohne den notwendigen WLan- oder Bluetooth-Anschluss können nachgerüstet werden.

Sehr interessant, gerade für Hausbesitzer, sind auch die Möglichkeiten, mittels smarter Technik, das eigene Heim besser vor Einbrüchen zu schützen. Kameras können per Livestream Bilder vom Außen- und Innenbereich des Hauses liefern. Diese Videos können sogar kostenpflichtig eine Zeit lang in einer Cloud gespeichert werden. Übrigens kann auch der Nachwuchs auf diese Weise beobachtet werden, falls er einmal alleine gelassen werden muss. Auch für Senioren schafft smarte Technik inzwischen mehr Sicherheit. So gibt es beispielsweise Bettvorleger, die über eine App auf dem Smartphone Alarm geben, wenn eine Seniorin oder ein Senior nicht innerhalb des gewohnten Zeitraumes aufgestanden und auf den Bettvorleger getreten ist. Das kann ein lebenswichtiges Signal dafür sein, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist. Das SmartHome kann somit auch für ein längeres eigenbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden sorgen oder sogar Leben retten.

Fakten

Das SmartHome ist auf dem Vormarsch und kann das Leben des Menschen sicherer und bequemer machen. Immer mehr Geräte können vernetzt werden und selbstständig, beziehungsweise ferngesteuert über eine App, alltägliche Aufgaben erledigen. Dabei können sowohl einzelne Geräte vernetzt werden als auch praktisch das ganze Haus. 

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Journalist

Armin Fuhrer

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