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Bernhard Langer, der einzige Golf-Profi, der alle Senioren-Majors für sich entscheiden konnte. AKTIVITÄTEN

Die perfekte Runde ist sein Ziel

Bernhard Langer ist Anfang 2018 in sein 43. Jahr als Profi gestartet. Weit mehr als einhundert internationale Titel gehen bereits auf sein Konto. Doch ans Aufhören denkt er noch nicht.

Ich habe immer noch sehr viel Spaß am Golfen und hoffentlich noch einige Saisons im internationalen Spitzensport vor mir.

2017 ist ein Jahr, auf das Deutschlands Vorzeige-Golfer besonders stolz sein kann. Bernhard Langer spielte überragend auf der Champions Tour in Übersee, wo er sieben Turniere gewann, darunter drei Majors und zwei Play-Off-Events. Damit schaffte er nach dem Gewinn der Senior PGA Championship im Mai letzten Jahres als erster Spieler überhaupt den „Grand Slam“. Und er ist der einzige Golf-Profi, der alle Senioren-Majors für sich entscheiden konnte. Zwei Monate später überholte der mittlerweile 60-Jährige die Golf-Ikonen Gary Player und Jack Nicklaus. Er siegte bei der Senior British Open, errang seinen zehnten Major-Titel und wurde dadurch zum erfolgreichsten Senior-Player aller Zeiten. „Ich habe immer noch sehr viel Spaß am Golfen und hoffentlich noch einige Saisons im internationalen Spitzensport vor mir“, sagt der für seine Professionalität bekannte Sportler.

Dafür, dass er noch etliche erfolgreiche Runden auf dem Green absolvieren kann, tut er einiges. „Die Zeiten, in denen ich täglich bis zu acht Stunden trainiert habe, sind allerdings vorbei“, gibt Langer zu. Fast täglich findet man ihn auf der nur 200 Meter von seinem Haus entfernten Driving Range in Boca Raton. Dort versucht er, jeden Schwung „so gut wie möglich“ zu machen. Nach dem Training auf der Driving Range übt er sich im Putten und Chippen sowie im körperschonenden kurzen Spiel. Fast noch wichtiger als die Arbeit mit dem kleinen weißen Ball ist ihm mittlerweile das Stretchen und Dehnen im Fitnesscenter. Dafür nimmt er sich jeweils bis zu zwei Stunden Zeit. Und wenn es dann zeitlich noch drin ist, geht er mit seiner Frau zum Ausgleich gern spazieren oder radfahren. „In meinem Alter muss ich sehr darauf achten, beweglich zu bleiben“, betont Langer. Sehr wichtig sei ihm aber auch eine ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse, Salat und Proteinen. Eines könne er sich allerdings nicht verkneifen: Süßigkeiten, insbesondere Kuchen und Gebäck.

Für Bernhard Langer, der pro Jahr immer noch etwa 25 Turniere spielt, gehört Golf nicht nur zu den technisch anspruchsvollsten Sportarten, sondern auch zu den schönsten. „Man ist in der freien Natur, man spielt gemeinsam und kein Platz ist wie der andere. Deshalb ist jede Runde, bei der man auf einem 18-Loch-Platz ungefähr acht bis zehn Kilometer zurücklegt, immer wieder eine neue Herausforderung“, schwärmt er.

Golf-Neulingen empfiehlt der stets gut gebräunte Ausnahmesportler, geduldig zu sein und von Anfang an auf die richtige Griffhaltung und die optimale Stellung zum Ball zu achten. Zudem sei es sehr ratsam, Unterrichtstunden bei einem Golflehrer zu nehmen.

Mit seinen jüngsten Erfolgen hofft er, ambitionierte Amateur-Golfer in seinem Alter zu ermutigen und zu zeigen, dass man sein Spiel auch mit weit über 50 oder über 60 noch verbessern kann. „Man sollte nie aufhören, an seiner Technik zu feilen“, sagt er. „Denn mit Präzision, gepaart mit mentaler Stärke, kann man vieles wettmachen.“ Wie das in der Praxis aussieht, wird er in diesem Jahr garantiert wieder eindrucksvoll auf der Tour unter Beweis stellen.

Fakten

Bernhard Langer lebt mit seiner Frau Vikki Carol, mit der er vier Kinder hat, in Boca Raton (Florida). Aufgewachsen ist er im schwäbisch-bayerischen Anhausen bei Augsburg. Im September 1972 begann er eine Ausbildung zum Golflehrer. Der leidenschaftliche Skifahrer ist bekennender Christ und liest regelmäßig in der Bibel.

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Journalist

Armin Fuhrer

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