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Viel Geld vom Staat für die neue Heizung

Die Heizungen in Deutschland sind oft veraltet. Viele Anlagen entsprechen schon lange nicht mehr dem technischen Fortschritt und verursachen so einen kräftigen Ausstoß an CO2.

Winterzeit ist Heizungszeit und damit leider in viel zu vielen Haushalten noch mit hohen Kosten verbunden. In deutschen Wohnungen und Häusern stehen zu viele alte Anlagen, die unwirtschaftlich arbeiten. Alle Heizkessel, die älter als 30 Jahre sind, müssen zum Ende des Jahres 2017 ersetzt werden. Das regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV). Aber auch die nicht ganz so alten Anlagen sollten getauscht werden. Etwa 70 Prozent aller Anlagen würden heute nur noch die Effizienzklassen C, D, oder E erreichen und gelten damit schon als unwirtschaftlich. Auch hier sollten die Hausbesitzer über einen Austausch oder eine Modernisierung nachdenken.

Um den Wandel zu neuen Heizungen zu beschleunigen und den CO2-Ausstoß entscheidend zu verringern, hat die Bundesregierung zahlreiche Fördermittel über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereitgestellt.

Da gibt es Mittel, um die Heizung mit fossilen Brennstoffen komplett zu erneuern, Mittel für den Umstieg auf erneuerbare Energien oder eine Förderung, um beides gleichzeitig zu realisieren. Einige der Zuschüsse sind kombinierbar mit der BAFA-Förderung. Das gilt allerdings nicht für alte Anlagen, die wegen der EnEv ausgetauscht werden müssen.

So fördert die KfW Brennwertkessel, die mit Öl oder Gas betrieben werden, Systeme, die mit Wärmepumpen arbeiten oder auch kombinierte Anlagen. Hier steht ein moderner Brennwertkessel für die Heizung und eine solarthermische Anlage sorgt für Warmwasser und oder zusätzlich für den Strom im Haus, der mithilfe von neuen Batteriespeichern aufgefangen und dann selbst genutzt werden kann.

Zusätzlich kann ein Investitionszuschuss beantragt werden. Im Portal der KfW können die Daten eingegeben werden und man erfährt sofort die Höhe des Zuschusses für sein Sanierungsprojekt. Mehr Informationen und einen Überblick über sämtliche Förderungen finden sich hier.

Wichtig ist bei allen Anträgen auf Fördermittel durch die KfW: Die neue Heizanlage darf noch nicht montiert oder aufgestellt sein. Sonst gibt es kein Geld. Verbunden mit den Anträgen ist auch energetische Beratung durch einen zertifizierten Energieberater. Das ist ein ganz wichtiger Partner. Er macht die Bestandaufnahme sowie Vorschläge für die Maßnahmen und kalkuliert die Kosten. Es gibt unterschiedliche Beratungsangebote, die auch vom Staat gefördert werden. So sind die Verbraucherzentralen mit bundesweit 600 Beratungsstellen bezuschusst. Für einkommensschwache Haushalte ist das sogar kostenlos.

Doch die KfW fördert nicht nur die Sanierung der Heizung oder den Umstieg auf erneuerbare Energien. Auch wer neu bauen möchte und sich für ein Energieeffizienz-Haus entscheidet oder bislang unbeheizten Wohnraum wie ein Lager oder eine Gewerbefläche in Wohnfläche umwandelt, kann sich dafür mit sehr günstigen Darlehen der KfW versorgen.

Eine Übersicht der Beratungsstellen findet sich auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder www.energie-effizienz-experten.de.

Fakten

Um die Klimaziele beim CO2 zu erreichen, hat die Bundesregierung mit der Energieeinsparverordung (EnEv) auch die privaten Haushalte im Visier. Zahlreiche Förderprogramme der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sollen die Erneuerung von Heizungen und die Nutzung von regenerativen Energien fördern.

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Journalist

Jörg Wernien

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