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Blogger Special

Mit Debi Flügge, Benjamin Jaworskyj, Madeleine Schneider-Weiffenbach und Leonie Hanne.


Debi Flügge, debiflue.com

Debi, du bist Veganerin. Wie funktioniert vegane Ernährung unterwegs?

Es ist gar nicht so schwer, wie man es sich vorstellt. Meist suche ich mir vor den Reisen verschiedene vegane Restaurants im Internet heraus oder lasse mich von meinen Followern inspirieren. In manchen Ländern ist es allerdings nicht so einfach, vegane Gerichte zu bekommen, deshalb buche ich meist ein Apartment mit Küche. So kann ich genau das kochen, worauf ich Lust habe.

Wie hältst Du Dich auf Reisen fit?

Ich liebe es, morgens joggen zu gehen und die Gegend in Ruhe zu erkunden, wenn auf den Straßen noch nicht viel los ist. Das beruhigt mich sehr und bereitet mich perfekt auf den Tag vor. Nach meiner morgendlichen Joggingrunde geht es aufgewärmt weiter mit meinen Workouts, die ich bald veröffentlichen werde.

Was sollte man mitbringen, um als Reisebloggerin erfolgreich zu sein?

Man sollte unbedingt flexibel, spontan und stressresistent sein. Die Hauptaufgabe ist es natürlich, Content für den Blog, die Social-Media-Kanäle und den Kunden zu produzieren. Mir macht es viel Spaß, immer wieder neue Herausforderungen anzugehen, kreativ zu werden und diese so umzusetzen, dass es mir und meinen Lesern gefällt. Einen großen Teil der Zeit nehmen auch die Kommunikation mit Kunden und das Organisatorische in Anspruch – denn Shootings, Postings und Kampagnen müssen zeitlich geplant und abgestimmt werden. Und last but not least: Spaß! Denn ohne Freude an all diesen Dingen glaube ich nicht, dass man auf Dauer glücklich werden kann.


Benjamin Jaworskyj, benjamin-jaworskyj.de

Vom Radiomoderator zum professionellen Reisefotograf – wie kam es dazu?

In meiner Zeit als Moderator war ich bereits als Fotograf tätig, mittlerweile sind es 10 Jahre. Leider wurde meine Abenteuerlust damals immer wieder durch meine Festanstellung eingeschränkt, sodass ich meinen Job vor vier Jahren gekündigt habe. Parallel habe ich damals schon meinen YouTube-Kanal, in dem ich anderen das Fotografieren erkläre, wiederbelebt, mich anschließend intensiv der Fotografie gewidmet und so hat eins zum anderen geführt.

Welche Orte bieten die schönsten Fotokulissen?

Für mich sind raue Landschaften, die sich ständig verändern, am spannendsten. Berge und Klippen mit Meer wie in Norwegen, Schottland oder Kanada finde ich sehr inspirierend. Wälder und Wasserfälle, wie sie der Schwarzwald bietet, begeistern mich ebenfalls. Egal zu welcher Jahreszeit, alles sieht immer anders aus und die Motive sind vielseitig. Aber auch in die Tropen zieht es mich, so war ich erst Anfang des Jahres auf Mauritius, bin dort getaucht und konnte Delfine fotografieren.

Was war bisher dein persönliches Reisehighlight?

Die Atmosphäre in Churchill Nord (Kanada) hat mir sehr gut gefallen. Diese Gegend ist nur mit einem Flugzeug oder per Zug zu erreichen. Hier haben die Polarbären ihr Sommerquartier und laufen am Strand oder auch direkt vor der Haustür entlang. Auch die weißen Beluga-Wale kann man beim Kajakfahren zu Hunderten in der Bucht auftauchen sehen. Generell finde ich es toll, in Regionen zu kommen, in denen die Natur noch unberührt ist.

Madeleine Schneider-Weiffenbach, www.pilotmadeleine.de

Madeleine, welches sind deine Top 3 Lieblingsunterkünfte weltweit und warum?

Meine drei Lieblings-Hotels sind das Four Seasons Resort auf Bora Bora, das Niyama Resort auf den Malediven und das Moana Surfrider auf Hawaii. Hawaii liebe ich für seine abwechslungsreiche Landschaft und genieße es hier surfen oder wandern zu gehen. Bora Bora ist für mich einer der paradiesischsten Orte auf der Welt und von dem traumhaften Wasser auf den Malediven kann ich einfach nicht genug bekommen.

In jedem Land warten neue Köstlichkeiten. Wie schafft man es, Neues auszuprobieren und trotzdem in Form zu bleiben?

Das ist wirklich nicht leicht, weil man oft eine große Auswahl an unterschiedlichen Gerichten hat, die natürlich nicht alle gesund sind. Die meisten Hotels, in denen ich unterkomme, verfügen über ein Fitnessstudio. Das ist schon einmal ein Pluspunkt. Beim Essen muss man sich allerdings etwas beherrschen. Ich freue mich oft über die große Auswahl an frischen Zutaten und greife dann gern bei Obst, Gemüse und frischem Fisch zu.

Wie hältst du trotz deiner vielen Reisen Kontakt zu Familie und Freunden?

Durch Skype, WhatsApp und Co. ist das Kontakthalten heute eigentlich gar kein Problem mehr. Dennoch versuche ich viele meiner Reisen von Frankfurt, meiner Heimat, zu planen, um einen kurzen Zwischenstopp bei meiner Familie einzulegen. Außerdem nehme ich auf meine Reisen gern meine Familie oder Freunde mit. Das ist für mich das Tollste an dem Job als Reiseblogger, dass ich auch häufiger geliebte Menschen daran teilhaben lassen kann.


Leonie Hanne, www.ohhcouture.com

Was hat dich dazu inspiriert, Mode und Reisen miteinander zu verbinden?

Mode und Reisen waren schon immer meine großen Leidenschaften. Während der Schulzeit habe ich bereits in einer Boutique gearbeitet, hinterher eine Weltreise sowie ein Modestudium absolviert. Ich liebe die kreativen Möglichkeiten, sich über Mode auszudrücken. Als ich dann das Bloggen zum Beruf machen konnte, kamen immer häufiger Jobs an neuen Orten hinzu und ich habe gemerkt, dass ich beides miteinander vereinen kann.

Welche Städte sind deine persönlichen Shopping-Metropolen?

Da würde ich spontan Paris, Los Angeles und Sydney sagen! In Paris denke ich sofort an die schönen Boutiquen rund um den Place Vendôme, die Flagship Stores bekannter Modehäuser und die tollen Department Stores wie Galleries Lafayette! An LA liebe ich die verschiedensten Orte, um shoppen zu gehen. Egal ob Rodeo Drive oder Melrose Avenue, es gibt Designer-, Mid-Price- oder Vintage-Mode. Und in Sydney mag ich die Mischung aus Fashion und Food und die Abwechslung durch australische Trend-Labels.

Das Land mit dem besten Stil ist …

… Bella Italia! Ich habe schon von Kind auf eine große Italienaffinität und die Italiener haben die Mode einfach im Blut! Sich schön zu kleiden gehört hier zum „Dolce Vita“. Die Liebe zur Mode sieht man an vielen tollen italienischen Modemarken wie Dolce & Gabbana, Fendi oder Gucci. Natürlich kommen einige der großen Designer aus Frankreich, aber in Italien wird die Mode auf der Straße gelebt.

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Journalist

Isabel von Vegesack

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