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Aktivitäten draußen für die ganze Familie

Radeln: Abseits der Radwege

Wandelbarer Trendsetter mit unendlichem Entwicklungspotenzial: Da gibt es individualisierbare City- und Retrobikes für Stilvolle und  Liegeräder und E-Bikes (auch mit Teilautomatik) für Bequeme. Und jede Menge sportlich Getuntes: Cyclocrosser und Fatbikes sind der neueste Hype. Dennoch dient der olle Drahtesel weiterhin dem Volkssport und ist das Fortbewegungsmittel der Massen und lässt sich für viele schöne Zwecke einspannen, z. B. bei Stadtbesichtigungen. Mit den mittlerweile in vielen deutschen Großstädten ausleihbaren Stadträdern lässt sich, insbesondere in der Kombination mit Bahn und Bus, flexibles City-Hopping anstellen. Sehr praktikabel bei Familienausflügen ins Grüne sind dagegen Tandemstangen, mit deren Hilfe das Kinderfahrrad (streckenweise) ans Erwachsenenrad angekoppelt werden kann. Und dann wohin? Vielleicht mal eine Tour auf stillgelegten Bahntrassen? Diese sind absolut familientauglich abseits vom Autoverkehr gelegen und haben meistens keine starken Steigungen. Schön ist es auch, einem Fluss zu folgen, z. B. auf Flussradwegen wie dem Elbe-, Weser-, Donau- oder Main-Radweg. Solche Touren sind nur noch zu toppen mit Badepausen oder integrierten Kanutouren.

Zu Fuss: Die Deutsche Wander-Lust

Es gibt Touren für jedes Alter, jede Kondition und jedes „Bedürfnis“: von Nachtwandern bis Nacktwandern (z. B. auf dem Harzer Naturistenstieg!). Wem das zu banal ist, der weicht auf Bildungswandern, spirituell-meditatives Wandern Barfußwandern, Winterwandern oder Pilgermärsche und Wallfahren aus. Die jugendliche Zielgruppe wird mit Geocaching angelockt: Bei dieser Art elektronischer Schatzsuche oder Schnitzeljagd dienen GPS-Empfänger der Navigation. Besonders Geocaches mit mehreren Zwischenstationen (Multi-Caches) sind Fußmärsche in der Natur für die Jüngeren offenbar wieder cool. Was nicht bedeutet, dass klassischen Wanderformen wie Bergwandern, Weit- und Fernwandern oder Trekking sich nach wie vor keiner großen Beliebtheit erfreuen. Im Gegenteil: Die Anzahl an Wandertouren, Führern, Ratgebern und Ausstattern wächst stetig weiter. Die wichtigste Regel beim Wandern in der Gruppe oder mit Familie lautet: Etappenlänge und Schwierigkeitsgrad müssen auf das „schwächste“ Mitglied ausgerichtet sein. Attraktive Rastplätze und spannende Wegabschnitte werden idealerweise schon im Vorweg angekündigt.

Hüpfen: Trend Trampolin

In allen Größen zieren sie deutsche Vorgärten: Die Rede ist von Trampolinen, die hoffentlich mit GS-Prüfzeichen und sicheren Netzen versehen sind. Meistens tummeln sich, entgegen der Herstellerempfehlung, mehrere Kinder gleichzeitig darauf. Doch wurden auch schon Erwachsene beim Hüpfen gesichtet, nur Schwangere sollten Trampoline meiden. Auf den kleineren Indoor-Brüdern hopsen die ganz Kleinen oder schwitzen Mamas auf gelenkschonende und verspielte Weise ein paar Pfunde weg. Der aus den USA herübergeschwappte Trend in Deutschland sind dieses Jahr Trampolinhallen. Bisher gibt es erst in Hamburg und Dortmund sogenannte „Jump Houses“, weitere Hallen werden in Deutschland gerade gebaut. Auf hunderten Quadratmetern und über 70 Trampolinen (Hamburg) können Kinder wie Erwachsene zu einem stolzen Stundenpreis hüpfen, was das Zeug hält. Wer die Sache ernster angehen und Fett verbrennen, Muskeln trainieren oder seine Kondition verbessern will, kauft sich ein spezielles Fitness-Trampolin mit Stange oder sucht ein Studio auf, in dem es zusätzlich zu diesen Geräten spezielle Jumping-Kurse gibt.

Rollern: Mobile Footbikes

Auch der Tretroller unserer Kindheit hat eine beachtliche Karriere hinter sich. Vor einigen Jahren noch unter dem Begriff Scooter als mobiles und handliches Fortbewegungsmittel für Büroangestellte gehypt, rollt er sich derzeit unter dem Namen Foot- oder auch Kickbike heiß. Muten diese Footbikes vorn noch wie ein Fahrrad an, outet sich die Spezies wegen der fehlenden Pedale doch als Roller, wobei hier noch zwischen der Downhill- und der Renn-Tretroller-Variante unterschieden werden muss. Für Familienausflüge kann man sogar einen Fahrradanhänger montieren – falls die Kleinen auf Mini-Scooter oder Kickboard nicht lieber selbst fahren wollen. Natürlich können diese Trendroller auch ausgeliehen beziehungsweise für Ausflüge gemietet werden – allerdings hinkt Deutschland in diesem Punkt etwas dem Ausland hinterher. Wohin könnte die ganze Familie dann rollern? Zum Beispiel zum Stunt Scooting, einer relativ neuartigen Roller-Kunstsportart, die aber auch in Deutschland schon durch diverse Events, Wettbewerbe und sogar eine Weltmeisterschaft bekannt geworden ist. Für diese Sportart und für Kinder generell gilt: Schutzhelm nicht vergessen!

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Journalist

Angela Ölscher

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